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Info-Serie | PV-Projektentwicklungen in der MENA-Region | Teil 3 400 MWp-Photovoltaik (PV)-Projekt in Marokko

Marokko will mit Hilfe erneuerbarer Energien eine kostengünstige und umweltfreundliche Stromversorgung sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen sicherstellen. Bis 2020 sollen 42% des Energiebedarfs aus ’sauberen‘ Energiequellen stammen, davon ca. 2.000 MWp aus Solarenergie – ca. 50% davon aus Photovoltaik-Kraftwerken, die auf bis zu fünf Standorte verteilt werden sollen.

Die Terra Sola Ventures W.L.L. – eine PV-Projektentwicklungsgesellschaft im mehrheitlichen Besitz der MEBS-Fonds – will sich mit der Entwicklung eines 400 MWp-PV-Projekts daran beteiligen.

Dienstag, 14. April 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Königreich Marokko verfolgt eines der ambitioniertesten Erneuerbare Energien-Programme in der MENA-Region. Allein bis 2020 sollen 2.000 MWp mit Solar-Projekten realisiert werden.

Um eine effiziente Umsetzung sicherstellen zu können, wurde im November 2009 eigens dafür die staatliche Gesellschaft für Solarenergie MASEN | Maroccon Agency for Solar Energy gegründet.

Die Terra Sola Ventures W.L.L. (Terra Sola) mit Sitz in Bahrain – ein Unternehmen im mehrheitlichen Besitz der MEBS-Fonds – ist bereits seit dem 2. Quartal 2013 damit befasst, eine maßgeschneiderte Lösung mit einem 400 MWp-PV-Projekt für den marokkanischen Markt zu entwickeln. Unter Führung der Terra Nex Group, die auch die Berater der MEBS Fonds sind, wurde ein internationales Konsortium aus spezialisierten und erfahrenen Unternehmen (führende Ingenieurbüros, Generalunternehmen, Beschaffungs- u. Bauunternehmen etc.) gebildet. In einem ersten Schritt wurden Marktstudien durchgeführt, um ein klares Verständnis für die Bedürfnisse der Energieversorgung in Marokko zu erhalten. Die daraus gewonnenen Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die zuständigen Behörden, die aktuelle Energiegesetzgebung usw., bildeten wichtige Grundlagen für dieses 400 MWp-Projekt, das als Schlüsselprojekt für Marokko und die gesamte MENA-Region dienen kann.

Gespräche und Treffen auf höchster Ebene, u. a. mit dem Botschafter von Marokko in Abu Dhabi, schafften wertvolle Kontakte zu wichtigen Entscheidungsträgern, wie z. B. zu MASEN und SIE – Société d’Investissement d’Énergétique, einer der Hauptaktionäre von MASEN.

Im Oktober 2013 wurden in einem Workshop mit MASEN die wichtigsten Bedürfnisse der marokkanischen Regierung besprochen. Großer Wert wurde dabei auf die lokale Wertschöpfung gelegt. Diese wichtige Erkenntnis bildete dann auch die Grundlage für einen maßgeschneiderten, integrierten Lösungsansatz. Der „Integrierte Ansatz / Integrated Approach“ sieht zusätzlich zur Erstellung des PV-Kraftwerks auch die Herstellung von Solarpanels, Alu-Ständerwerke, Aus- und Weiterbildungs-Initiativen sowie die Unterstützung bei der Entwicklung von kleinen und mittelständischen Unternehmen vor.

Von Beginn an pflegte das Terra Sola-Konsortium enge Kontakte mit diversen Ministerien, die mit MASEN und SIE verknüpft sind. Damit wurde für das 400 MWp-PV-Projekt schon frühzeitig eine starke Unterstützung gefördert.

Mitte Januar 2014 wurde das Grundstück besichtigt, auf der das PV-Kraftwerk errichtet werden soll. Es befindest sich 15 km östlich von Ouarzazate – im Zentrum des Landes auf einem Plateau 1.260m über dem Meeresspiegel.

Kasbah Taourirt am östlichen Stadtrand von Ouarzazate

Die Beschaffenheit des Terrains (flach und keine Vegetation) erfüllt die gewünschten Kriterien bestens. Zusammen mit einem spezialisierten technischen Berater wurden Messungen zur Sonneneinstrahlung durchgeführt und die Infrastruktur sowie der günstigste Einspeisepunkt etc. analysiert.

Im ersten Halbjahr 2014 wurden in weiteren Treffen mit diversen Ministerien (Energie, Finanzen und Industrie) wichtige Projektdetails besprochen. Im März 2014 haben dann die Projekt-Ingenieure einen ersten Entwurf für eine 50 MWp-Anlage (Phase I des Projektes) erstellt.
Im Sommer 2014 wurde das fertig ausgearbeitete, integrierte Konzept erstmals MASEN vorgestellt, das großen Anklang fand – insbesondere auch die professionelle Qualität der Projektausarbeitung.

Seit einigen Monaten hält Marokko leider hinsichtlich seiner ambitionierten Zielsetzung, bis 2020 etwa 2.000 MWp zu installieren, nicht mehr Schritt. Die zeitliche Verzögerung nutzt das Projektmanagement der Terra Sola aber für weitere Lobbyarbeiten mit Entscheidungsträgern auf höchster Ebene, um das Projekt schneller vorwärts zu bringen.

Mitte März 2015 hat Marokko im Rahmen des Projektes „Central Noor IV“ in Ouarzazate eine Interessensbekundung (Expression of Interests) über 50-70 MWp herausgegeben. Das Projekt ist ein Teil des „Noor Solar Power Project“, welches in Zukunft die weltweit größte Solaranlage umfassen soll. MASEN hat Firmen mit starken finanziellen Kapazitäten und signifikanten Photovoltaik-Erfahrung dazu aufgerufen, sich zu bewerben. Terra Sola hat das überaus kurzfristige Zeitfenster von drei Wochen eingehalten und die kompletten, sehr umfangreichen Unterlagen am 6. April 2015 bei MASEN eingereicht.

Im 2. Quartal 2015 wird erwartet, dass MASEN ein ‚Request for Qualification‚ veröffentlichen wird, das die Interessenten dazu auffordert, an einer Präqualifizierung teilzunehmen. Geeignete Unternehmen sollen dann im 3. Quartal 2015 für die endgültige Ausschreibung (Request for Proposal) zugelassen werden. Nach aktueller Auskunft von MASEN sollen die beteiligten Firmen ihr Angebot bis Ende 2015 eingereicht haben. Wenn alle Prozesse und Fristen planmäßig verlaufen, kann mit dem Zuschlag im ersten Halbjahr 2016 gerechnet werden.

16 MWp PV-Projekt für ein führendes Industrieunternehmen in Marokko

Die Terra Sola erhielt die Aufforderung eines marktführenden lokalen Industrieunternehmens einen Anlagevorschlag für eine 16 MWp PV-Anlage vorzulegen.

Das Unternehmen wurde durch positive Presseberichte auf Terra Sola aufmerksam. Bei einem Grundlagen-Meeting in Casablanca wurden die Bedürfnisse des potentiellen Kunden genauer untersucht und im Anschluss eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterschrieben.

Eine Erstanalyse ergab, dass das Industrieunternehmen einen jährlichen Energiebedarf von ca. 100 MWp hat – alleine 20 MWp werden von einer der eigenen Produktionsstätten verbraucht. Ziel des Unternehmens ist es, mit Hilfe der Photovoltaik die Energiekosten in Zukunft deutlich zu verringern.

Nach ausgiebigen Untersuchungen und Vorbereitungen wurden dem Kunden im März 2015 drei verschieden Vorschläge (9 MWp, 18 MWp und 32 MWp) vorgelegt, die zurzeit von firmeneigenen Ingenieuren evaluiert werden.

Viele weitere Industrie- und Produktionsunternehmungen werden zunehmend aktiv und suchen nach PV-Lösungen. Das unglaubliche Potential in den Ländern der MENA-Region wird immer sichtbarer. Terra Sola ist bestrebt, auch in den nächsten Monaten aktiv auf solche Unternehmen zuzugehen, um mit ihnen gemeinsam nach einer neuen Lösung für ihren Energiekonsum zu suchen.

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Beste Grüße
Ihr MEBS-Team